Fidy vonne Ruhr
Bilder und Geschichten
aus dem Ruhrgebiet

Gasrohre

Gasrohre



Noch vor 40 Jahren, zogen sich durch das gesamte Ruhrgebiet Tausende Kilometer Rohrleitungen und prägten ebenso unser Landschaftsbild wie Fördergerüste, Hochöfen und rauchende Schlote. 
Das war die Zeit, als Zechen, Kokereien, Hütten- und Stahlwerke sowie Gas- und Kraftwerke einen regen Austausch an allerlei Industriegasen betrieben. 
So wurde das reichlich in den Hochöfen entstandene Gichtgas abgesaugt, gereinigt und komprimiert, bevor es über Rohrleitungen der eigenen oder externen Verwendung zugeführt wurde.
Es diente intern dazu, um Kompressoren anzutreiben, sowie Strom und Dampf zu erzeugen.
Extern wurde das Gichtgas per Rohrleitung auch an Kokereien geliefert, die es insbesondere zur Unterfeuerung der Koksöfen nutzten.
Das in den Kokereien aus heimischer Steinkohle anfallende Kokereigas (Leuchtgas) wurde in Gasometer eingebracht und im Bedarfsfall über Rohrleitungen an die zumeist städtischen Gaswerke oder Großbetriebe geliefert.
In unserer Zeit sind die meisten Rohre schon längst abgebaut. aber an einigen Stellen, wie hier in DO-Hörde und Bochum (Westpark) noch in Resten vorhanden.