Fidy vonne Ruhr
Bilder und Geschichten
aus dem Ruhrgebiet

Forum für Menglinghausen



Mit diesem offenen Forum möchte ich an die Geschichte des Ortes Menglinghausen erinnern und interessierten Lesern Gelegenheit bieten, eigene Beiträge und alte Bilder einzubringen.  Dabei sind alte Bilder sehr gesucht! Damit es aber keinen Rechtsstreit gibt, müssen es Bilder sein, an denen der Einsender die Urheberrechte hat. Bitte auf keinen Fall Bilder einsenden, die z. B. aus Büchern oder Zeitungen kopiert wurden. Diese können hier leider aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden. 
Die großartige industrieelle Vergangenheit von Menglinghausen habe ich in meinem
 Artikel
ausführlich beschrieben.


Luftschutzstollen Kaiser Friedrich



 
Das Bild dieser historischen Bunkerkarte hat mir Reinhard Nolte zur Verfügung gestellt. Demnach bestand zur Zeit des 2. Weltkriegs in Menglinghausen ein Luftschutzstollen.
Über die genaue Lage gab es bisher keine konkreten Angaben. Anfragen von Reinhard Nolte an diverse Behörden blieben ohne konkrete Ergebnisse.
Jetzt gibt es neue Erkenntnisse bzw. Vermutungen über den genauen Standort.
Ingo Hertelt hat mir dazu unter Anderem folgendes geschrieben:
"Ich habe heute Interessantes vom Luftschutzstollen Menglinghausen bei Dir gelesen.

Ich habe meine Mutter zum Luftschutzstollen Menglinghausen befragt. Wir haben am Zugang als Kinder immer dort gespielt.

Meine Mutter (jetzt 75) war als Kind mit den Nachbarkinder darin. Aber man konnte nach dem Krieg nicht mehr weit hineingehen, da innen als mit Backsteinen zugekippt war. Der Grundstückseigentümer hat die Kinder immer verjagt.

Der Stollen muss wahrscheinlich von der Menglinghauser Str. Richtung Zeche gehen. Der Zugang ist an der Menglinghauser Str. noch sichtbar. Treppe nach unten glaube ich.

Auf Deinen Fotos von Herrn Nolte ist auch unser Haus zu sehen, da es damals schon stand. Es gehörte den Ortmanns. Dort befand sich ein Laden. Meine Mutter sucht nach alten Bildern. Die kann ich Dir dann geben."
Das läßt hoffen, daß wir bald mehr wissen!

Im Schatten der Halde


 
 
 
 
Die Halde der Zeche Kaiser Friedrich hatte Bestand bis weit in 1960er Jahre und wurde dann abgetragen, weil die Eigentümer das Halden-Material für den Bau der Autobahn A45 verkauften.

So verschwanden allmählich die Menglinghauser Haldenberge und machten einer flachen Landschaft Platz, die heute in weiten Teilen mehr den Charakter einer Heide hat, als den der früheren  Berglandschaft.

Einen Teil der damaligen Halde kann man auf dieser alten Postkarte gut erkennen und das war wirklich nur ein ganz kleiner Teil davon.

Reinhard Nolte, der von 1947 bis 1972 in Menglinghausen wohnte, schickte mir im Frühjahr 2012 mehrere alte Bilder von Menglinghausen aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, die ich hier veröffentlichen darf. 


Zunächst ein Bild, daß etwa um 1952 entstanden ist. Es zeigt Reinhard Nolte mit seiner Schwester in der Nähe des Feldwegs "Delle", der zwischen der Menglinghauser Str. und den Berghalden lag und hauptsächlich den Landwirten als Fahrweg zu ihren Feldern diente.
Über die Halde erzählt Reinhard Nolte, daß sie 3 "Gipfel" hatte und besonders im vorderen Abschnitt stinkende Gase austraten, wenn man mit einem Stock ein Loch in den Boden stieß. Das erklärt auch den fehlenden Pflanzenwuchs an manchen Stellen der Halde.

Heute ist diese Landschaft durch die neue Siedlung "Zeche-Kaiser-Friedrich-Str." bebaut und die Halde längst für immer verschwunden.
Hier das gleiche Foto in technisch etwas aufbereiteter Form. Das Gebäude mit Pfeil war ein Verwaltungsgebäude der alten Kokerei und besteht bis heute (siehe Bild unten), während die Halde leider verschwunden ist.
 
Das folgende (sehr kleine) Bild stammt aus dem Jahre 1947 und zeigt Reinhard Nolte, wie er mitten in der Menglinghauser Landschaft sitzt und man im Hintergrund die Halde  erkennen kann.
Schemenhaft erkennt man ein Gebäude auf der Halde Kaiser Friedrich. Vermutlich war es die Hauptstation der Seilbahn, die erst später komplett abgerissen wurde.

 
Dieser Ausschnitt aus dem winzigen Originalfoto zeigt vermutlich die Zentralstation der Seilbahn vor ihrem Abriss.
Erkennbar sind noch einige Pfeiler und Fundamente bergab...
Das helle Gebäude links ist das ehemalige "Trafohaus"der Zeche. Es ist noch gut erhalten und wird von einem Reiterverein genutzt.
Dieses Gebäude wird von einem Reiterverein genutzt


Auf diesem Foto aus dem Jahre 1955 ist Reinhard Nolte mit seiner Schwester auf der heutigen Gustav-Korthen-Allee unterwegs nach Eichlinghofen. Sie besuchten Verwandte, die "An der Panne" wohnten und nahmen einen Blumenstrauß mit.
Der Trecker im Hintergrund gehörte dem Bauern Thieheuer. Auf dem großen Areal im Hintergrund liegt heute der Bezirksfriedhof Menglinghausen.
Die beiden hohen Schornsteine gehörten zum Walzwerk Barop.

Dieses Foto wurde 1952 gemacht und zeigt die Menglinghauser Str. und einen Blick auf Barop.
Wer weiss etwas über die Halde im Hintergrund?
Die Menglinghauser Straße im Jahre 1952


Reinhard Nolte mit seiner Schwester etwa 1952
vor dem Haus Menglinghauser Str. 103
wo er von 1947 bis 1972 wohnte.