Fidy vonne Ruhr
Bilder und Geschichten
aus dem Ruhrgebiet

Ende der Kioske?

 
Das langsame Ende der "Klümpchen-Buden"
Überall im Lande verschwinden allmählich die Kioske, die man auch Trinkhallen oder Klümpchenbuden nannte.
Schuld daran sind veränderte Konsumgewohnheiten, die Tankstellen mit ihrem erweiterten Sortiment und nicht zuletzt die verlängerten Laden-Öffnungszeiten im Lebensmittel-Einzelhandel und bei den Discountern.
Dennoch können sich immer noch viele Kioske ihre Existenz sichern, weil sie eine günstige Lage zum Beispiel in der Nähe einer Schule oder Haltestelle von Bus und Bahn haben.
Den Kiosk auf dem oben gezeigten Bild kenne ich seit 1951. Er steht immer noch an der Rahmer Straße in DO-Huckarde und hat viele Stammkunden. In den 1950er Jahren wurde er von der Familie Prott betrieben. 
Damals in den 50er Jahren waren diese "Buden" unverzichtbarer Bestandteil der Nahversorgung im Ruhrgebiet. Die meisten Haushalte hatten in den Nachkriegsjahren noch keinen Kühlschrank. Dann wurden wir als Kinder oft zum Bierholen an die Bude geschickt. Zur Belohnung gab es einen Groschen, den wir in Süßigkeiten umwandelten.
Alle Buden führten ein Sortiment an preiswerten Süßwaren, wie Bonbons zu einem Pfennig, die aus dem Glas genommen und in kleine Tütchen verpackt wurden, hielten auf Eis gekühlte Getränke (vor allem Bier) parat und führten Tabakwaren, Zeitschriften und später auch Eis am Stiel. Manche hatten auch kleine Spielwaren, Wundertüten oder auch ein kleines Sortiment an gewissen Lebensmitteln wie Dosenwürstchen oder Rollmöpse.