Fidy vonne Ruhr
Bilder und Geschichten
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Dortmund-Rahm

Etwas über Dortmund-Rahm
und seine alte Schule...


Die alte Rahmer Volksschule von 1909 (Foto aus dem Jahre 1988)

Die kleine Ortschaft Rahm wird erstmals 1267 in einer Urkunde der Äbtissin Berta von Arnsberg als Rodehem erwähnt. Über Jahrhunderte war Rahm ein Bauerndorf und gewann erst 1796 mit der neu gegründeten Bergmann-Brauerei an Bedeutung. Gemäß preußischer Vorgaben wurde 1732 die erste Dorfschule eröffnet.

Im Zuge der Industriealisierung erfolgten ab 1854 erfolgreiche Probebohrungen nach Kohle. Die Rahmer Gruben wurden später mit anderen Bergwerken der Umgebung zur  Steinkohlenbergbaugesellschaft Hohenzollern zusammengelegt.

Einen weiteren Aufschwung der Gemeinde Rahm brachte der Bau der Emschertalbahn, die den Ort mit einer Bahnstation versah.


Der Bahnsteig am "Bahnhof" Rahm um 1957

1909 wurde eine neue Volksschule mit 4 Klassenräumen, einer Turnhalle und einem Schulgarten eingeweiht, die über 50 Jahre als Volksschule in Betrieb blieb.

Rahm wurde ebenso wie der Nachbarort Huckarde bereits 1914 nach Dortmund eingemeindet. Die Rahmer Schule wurde zu einer Städtischen Gemeinschaftsschule der Stadt Dortmund.

Ich selbst habe diese Volksschule von 1951 bis 1959 besucht und erinnere mich an folgende Lehrerinnen und Lehrer: Fräulein Heitmann (später Frau Krempa), Herrn Düllmann, Herrn Harbord, Herrn Vocke, Frau Runge (genannt "Olga"), Herrn Gädkens, Herrn Möllenhoff, Herrn Löhrwald und unseren lieben langjährigen Klassenlehrer Alfred Keil aus Deusen. 

Die Schule hatte Charakter und in den Nachkriegsjahren musste noch viel improvisiert werden. Zum Teil gab es noch Einrichtungen aus der Kaiserzeit. In Erinnerung geblieben sind mir die uralten Bänke in einem Klassenraum, die hohen Kanonenöfen zur Beheizung mit Kohle und das antiquierte Karten- und Lehrmaterial. Die Toiletten befanden sich außerhalb des Schulgebäudes am Ende des Schulhofes (wegen der Geruchsbelästigung), denn es waren so genannte Plumpsklos, die in Intervallen abgepumpt wurden. Das waren furchtbare Zustände, mit denen wir aber klar kommen mussten.

Ab Mitte der 1950er Jahre wurde die Rahmer Schule eine Filiale der Gildenschule in Dortmund-Huckarde (Städtische Gemeinschaftsschule) und unterstand dem dortigen Rektor Herrn Ostwinkel.


Teilansicht der Gildenschule in DO-Huckarde 1958
 

Ab den 1960er Jahren mussten die Rahmer Schüler zur Gildenschule nach Huckarde umziehen und das Gebäude der Rahmer Schule diente nach mir vorliegenden Informationen danach als Sonderschule und später als Kindertagesstätte.