Fidy vonne Ruhr
Bilder und Geschichten
aus dem Ruhrgebiet

Der alte Bahnhof Dortmund-Rahm

Der alte Bahnhof Dortmund-Rahm
Erinnerungen an die Zeit zwischen 1951 und 1959
 

Der frühere Bahnhof Dortmund-Rahm lag ziemlich nah an der Ortsgrenze zu Dortmund-Huckarde und war in den Nachkriegsjahren recht gut ausgelastet. Die hier auf der zweigleisigen Strecke verkehrenden Züge pendelten zwischen Dortmund Hbf. und Wanne-Eickel. Ich kenne sie noch als nostalgische, von Dampfloks gezogene Züge, deren Wagen mit Holzbänken bestückt waren.
In den 1950er Jahren bestand der Bahnhof selbst aus einem Holzhaus, in welchem sich die Fahrkartenausgabe und die 
Gepäck- u.Expressgutannahme sowie ein ungemütlicher Warteraum mit Holzbänken befanden. Von hier aus wurden auch die auf Rahmer Gebiet liegenden Schranken der Rahmer Straße betätigt.
Auf der in Richtung Huckarde liegenden Bahnsteigsseite befand sich ein alter Bretterverschlag, an welchem werktags zwischen 5 und 23 Uhr lediglich Fahrkartenkontrollen, jedoch kein Verkauf stattfanden.
Ich erinnere mich noch gut an den alten Beamten, der dort seinen Dienst versah und noch nichts vom Stress und der Hektik der heutigen Zeit kannte.
Allerdings wurde er auch oft geärgert. Unser damaliger Schulweg führte genau an dieser Bude vorbei und da machten wir Schüler uns immer einen Spaß daraus, öfter mal kräftig an seine Bude zu klopfen oder davor zu treten, um dann schnell zu verschwinden, während er drohend hinter uns her schimpfte. Bernhard Sehrbrock aus der Aspeystraße erzählte mir, dass er es mit seinen Freunden per Räuberleiter geschafft hat, den kleinen Rohrschornstein mit alten Lappen zu verstopfen und ehe der Alte etwas merkte, war seine Bude voller Qualm...

Bahnsteige auf dem alten Bahnhof Dortmund-Rahm in den 1950er Jahren.
Von hier aus fuhr man damals in Stadt...
 

 

 

Auf diesem Bild ist ein Pfad zu sehen, der von der Westhusener Straße in Dortmund-Huckarde zur Aspeystraße führte und von den Bahnfahrerern viel genutzt wurde.
Interessant ist, dass der Schrankenwärter ein Grundstück am Bahnhäuschen gepachtet hatte, darauf einen alten Waggon abstellen ließ und dort Kleinvieh hielt.